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Hypochondrie besiegen

Sieg über die Hypochondrie

Hypochondrie läßt sich besiegen. Aber es kann mitunter ein langer Weg sein. Je nachdem, wie lange einen die Angst vor Krankheiten schon gepackt hat und wie intensiv man durch diese Störung beeinträchtigt ist, kann es mitunter einer intensiveren Therapie bedürfen. Wichtig ist jedoch zunächst einmal die Erkenntnis, daß man ein Hypochonder ist. Ohne diese wichtige Selbsterkenntnis kann man die Erkrankung nicht loswerden. Hierzu ist es möglicherweise hilfreich, wenn Sie sich mit Ihrem Umfeld einmal austauschen und eine ehrliche Meinung abfragen. Als nächster Schritt gilt es die Entscheidung zu treffen, die Hypochondrie loszuwerden oder zumindest einzudämmen. Wir haben hierzu einige Vorschläge für Sie, die Sie allerdings auch konsequent anwenden müssen. In schweren Fällen hilft natürlich nur der Weg zum Psychotherapeuten.

Gedankenbeobachtung

Zunächst ist es sinnvoll, das eigene Denken mal zumindest über 7 Tage zu beobachten. Legen Sie sich – egal wo Sie sind – ein Notizbuch oder einen Block in Reichweite. Jedesmal wenn Sie an Ihren Körper denken oder an eine Erkrankung oder ein Symptom schreiben Sie sich kurz den Gedanken auf mit Uhrzeit. Bei vielen Betroffenen kann diese Liste verdammt lange werden! Aber bleiben Sie mal ehrlich zu sich, denn am Ende der 7 Tage wollen wir Bilanz ziehen, wie oft Sie sich tatsächlich mit Ihrer „Gesundheit“, Ihrem „Körper“ beschäftigen. Denken Sie tatsächlich mehr als dreimal am Tag an Ihren Körper oder an Symptome, können wir bereits von Hypochondrie sprechen. Aber vermutlich ist es bei Ihnen – wie bei den meisten Betroffenen – erheblich häufiger.

Gedankenkontrolle

Der nächste Schritt liegt in der Gedankenkontrolle oder Gedankensteuerung. Sobald Sie merken, daß Ihr Verstand wieder mit Gedanken zur Ihrer Gesundheit, Ihrem Körper und Symptomen anfängt, sagen Sie laut zu sich selbst „STOP“ oder vielleicht netter „vielen Dank das reicht“ und versuchen Sie sich dann abzulenken. Wenn Sie die Gedankenebene schon einmal kontrollieren (was ein langer Weg ist) ist schon viel gewonnen. Gleichzeitig sollte mit dem STOP natürlich auch das Einstellen jeglicher unnötiger Arztbesuche, Gespräche mit der Familie oder Dritten über Krankheiten verbunden sein. Auch die Suche nach Symptomen im Internet sollte unbedingt und konsequent gestoppt werden.

Positive Affirmationen

Die Gedankenkontrolle ist also eine häufig wirksame Technik gegen die Belästigungen der Krankheitsängste. Eine weitere Technik ist das bewußte Gegensteuern mit positiven Gedanken, z.B. „Ich freue mich darüber, daß ich immer gelassener lebe. Ich fühle mich wohl in meinem Körper. Mein Körper fühlt sich immer häufiger gesund und stark an“. Schreiben Sie sich am Besten positive Affirmationen auf Karteikarten, Post-it`s oder nehmen Sie diese auf und hören Sie sich an. Schauen Sie sich oder hören Sie sich diese Affirmationen so oft wie möglich an. Am Ende ist es alles Training und Sie werden merken, daß Ihr internes „Tennis Match“ zwischen den hypochondrischen Gedanken und den positiven Gedanken hilfreich ist. Am Anfang wird es in der Tat ein anstrengendes Spiel sein. Aber je häufiger Sie den Gedankenmuskel der positiven Affiramtionen bedienen, um so kräftiger wird er.

Sport und Bewegung

Ganz wichtig und von vielen unterschätzt ist die körperliche Bewegung. Hypochondern fehlt es meistens am Zutrauen zu den Fähigkeiten des eigenen Körpers und schonen sich aufgrund Ihrer Krankheitsängste. Dadurch wird die körperliche Fitness immer schlechter und es stellen sich in der Tat Symptome ein, die auf der mangelnden Kondition beruhen. Kehren Sie diesen Prozeß um und beginnen Sie noch heute mit Sport. Nach einmaliger Absprache mit Ihrem Arzt beginnen Sie ein Sportprogramm. Fangen Sie langsam an, steigern sich aber stetig. 2-3 Minuten Joggen für den ersten Tag ist völlig ok, wenn es am nächsten Tag 4 Minuten sind usw. Steigern Sie sich zumindest auf 30 Minuten pro Tag (ein Ruhetag pro Woche ist in Ordnung).

Yoga und Meditation

Die nächste Komponente, die Sie in Ihrem Leben fördern sollten, ist die Fähigkeit zu entspannen. Gerade Hypochonder neigen zu einem zwanghaften und verspannten Leben und Ihr Geist läßt sie nicht in Ruhe. Um Abstand zu dem inneren Gedankendialog zu bekommen, hilft es Entspannungsmethoden zu erlernen. Besonders empfehlenswert erscheint uns eine Kombination aus Yoga und Meditation. Bei den Yoga-Übungen, die für sich bereits eine Meditation in Bewegung sind, wird die Beweglichkeit gesteigert, die Kondition verbessert, die Muskulatur aufgebaut und darüber hinaus werden die Zeitstrecken, in denen man sich nicht mehr intensiv in Grübelphasen über die Gesundheit befindet, immer weniger. Man gewinnt Abstand zum eigenen Denken. Wer dann mit Yoga schon etwas Erfahrung hat, sollte sich mit den Vorzügen der Meditation beschäftigen. Nicht nur, aber gerade für Hypochonder ist dies eine hochwirksame und wichtige Methode. Wie man Meditieren lernen können, erfahren Sie u.a. auf unserer Partnerseite zur Meditation.