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Was ist ein Hypochonder

Der Hypochonder

Der echte Hypochonder ist nicht nur ein bischen ängstlich, sondern hat eine ernstzunemende psychische Erkrankung. Ein Hypochonder glaubt daran, an einer schwerwiegenden Erkrankung zu leiden, obwohl diese seitens des behandelnden Arztes (häufig werden mehrere Ärzte konsultiert) nicht bestätigt werden kann. Das Problem des Hypochonders liegt darin, daß er häufig eine Reihe an körperlichen Symptomen empfindet, die allerdings in der Realität keinen Krankheitswert haben. Der Hypochonder geht jedoch davon aus, daß alltägliche Symptome wie z.B. Kopfschmerzen oder eine Schwächegefühl auf ernsthafte körperliche Erkrankungen zurückzuführen sind, z.B. auf Krebs. Je mehr der Hypochonder sich mit den Krankheitssorgen beschäftigt, um so stärker wird häufiger die Wahrnehmung der körperlichen Symptome. Der Hypochonder bildet sich regelmäßig die Symptome, die er empfindet nicht ein, sondern interpretiert sie falsch, dies aber in einer neurotischen, das heißt immer wieder gleichen und negativen Weise. Man geht davon aus, daß jeder 17. Deutsche eine hypochondrische Erkrankung (unterschiedlicher Ausprägung) hat. Das wären immerhin knapp 5 Millionen Deutsche.

Wenn der Hypochonder tatsächlich krank wird

Auch wenn ein hypochondrischer Mensch tatsächlich erkrankt, interpretiert er die Krankheitssymptome meist als erheblich negativer als sie tatsächlich sind. So macht sich der hypochondrische Mensche bei einer Erkältungserkrankung Sorgen, um eine Lungenentzündung, Herzmuskelentzündung oder eine Sepsis. Bei einer Magen-, Darmerkrankung hat er beispielsweise Angst vor Magen- oder Darmkrebs, Geschwüren oder sonstigen schweren Erkrankungen. Auch Ärzte, die der Hypochonder häufig konsultiert, können ihn meist nicht überzeugen. Erst wenn sich die jeweiligen körperlichen Empfindungen reduzieren, schwindet auch die Krankheitsangst.

Unterschiedliche Ausprägungen der Hyochondrie

Im Grunde genommen, hat jeder Mensch Angst vor Krankheiten. Wenn wir in der Zeitung lesen "Todesgrippe - die neue Grippewelle rollt" empfinden wir alle zumindest ein Unwohlsein. Manche empfinden Angst und nehmen jetzt besonders viel Vitamine zu sich und versuchen sich gesund zu ernähren (was sicherlich insgesamt sinnvoll ist). Bei Hypochondern wird jedoch das Alarmsystem im Gehirn aktiviert. Neben einer allgemeinen Sorge, die Grippe (oder andere Erkrankungen) zu bekommen, wird er möglicherweise jeglichen Kontakt mit der Außenwelt meiden, um sich nicht anzustecken und jedes Kratzen im Hals bereits als Beginn der Grippe interpretieren. Häufig testet sich der Hypochonder gerne selbst durch ständiges Fiebermessen, Blutdruckmessen oder Betrachtungen und Abtasten des Körpers. Der nächste Schritt ist dann der Arztbesuch, vor dem der Hypochonder meist große Angst hat, aber gleichzeitig oft den Arzt besucht, weil er die Unsicherheit bezüglich der Interpretation seiner Symptome nicht mehr ertragen kann. Hypochonder können zwar regelmäßig ein normales Leben führen, die Lebensfreude ist allerdings meist eingerschränkt.

Wieso kommt es eigentlich zur Hypochondrie?